Magnesiummangel – Symptome
Ein starker Magnesiummangel kann viele Symptome verursachen, die auch durch andere Erkrankungen ausgelöst werden können. Eine Blutuntersuchung ist daher notwendig, um eine genaue Diagnose zu stellen.
Normalerweise ist Folgendes zu beachten:
Muskelkrämpfe und Verspannungen
Ein Muskelkrampf ist eine plötzliche, kurze, unwillkürliche und schmerzhafte Kontraktion eines Muskels oder einer Muskelgruppe. Ursachen können u. a. ein Mangel an Magnesium in den Muskeln sein.
Elektrolyte fördern nämlich die Verteilung von Flüssigkeiten in unserem Körper.
Ein Ungleichgewicht in der Konzentration dieser Elektrolyte, wie beispielsweise ein Rückgang des Magnesiumspiegels, kann zu Muskelkrämpfen führen. Magnesium muss wieder auf optimale Werte gebracht werden, damit sich das Muskelgewebe entspannt.
Ängste und Depression
Angst, Stress und Depression sind eng miteinander verbunden und entstehen durch eine Überaktivität des sympathischen Nervensystems. Dies kann unter anderem zu Bluthochdruck, erhöhter Herzfrequenz und Schlafstörungen führen. Magnesium ist an zahlreichen Stoffwechselprozessen beteiligt und wirkt positiv auf das Nervensystem und das Gehirn. Studien zeigen, dass Magnesiummangel die psychische Gesundheit stark beeinflussen kann.
Schlaflosigkeit (Insomnie)
Schlaflosigkeit äußert sich durch Schwierigkeiten beim Einschlafen.
Bestimmte Formen von Schlaflosigkeit stehen in Zusammenhang mit niedrigen Magnesiumwerten.
Magnesium ist nämlich ein wichtiger Ausgleichsfaktor für das Nervensystem, da Vitamin B1 ohne dieses Mineral im Gehirn nicht aktiv ist. Optimale Magnesiumwerte fördern zudem die Produktion von Melatonin, dem Hauptregulator des biologischen Rhythmus und Schlaf-Wach-Zyklus.
Erschöpfung
Magnesium ist notwendig für die ATP-Produktion, die Energiequelle der Zellen. ATP (oder Adenosintriphosphat) ist die wichtigste Energiequelle in den Zellen und muss sich, um aktiv zu werden, an ein Magnesiumion binden. Sinken die Magnesiumwerte zu stark, fehlt uns daher Energie auf zellulärer Ebene.
Dies äußert sich in Müdigkeit, Energielosigkeit und verschiedenen körperlichen Beschwerden.
Brüchige Knochen
Calcium gilt als wichtigster Mineralstoff für die Knochengesundheit, doch Magnesium ist ebenso entscheidend.
Magnesium ist notwendig für die Aufnahme von Vitamin D, das wiederum für die Calciumaufnahme wichtig ist. Außerdem muss Calcium, sobald es aufgenommen wurde, in den Knochen gespeichert werden. Diese Aufgabe übernimmt Calcitonin, dessen Aktivität durch die Magnesiumspeicher gesteuert wird.