Magnesiummangel – Ursachen
Die Ursachen für einen Magnesiummangel können vielfältig sein, z. B. durch Ernährung, intensive sportliche Aktivität, Stress, Schwangerschaft und Stillzeit oder verschiedene Erkrankungen.
Ein Magnesiummangel, auch Hypomagnesiämie genannt, liegt vor, wenn die Plasmakonzentration dieses Minerals unter 1,9 mg/dl fällt.
Zu den Hauptursachen für Magnesiummangel zählen:
Ernährung Ein
Magnesiummangel ist sehr häufig, obwohl Magnesium in vielen Lebensmitteln enthalten ist. Die hohe Prävalenz liegt vor allem an der westlichen Ernährung, die arm an Obst, Gemüse und Hülsenfrüchten und reich an fetten und raffinierten Lebensmitteln ist.
Sport und intensive körperliche Belastung
Leistungssport und hohe körperliche Belastung fördern den Verlust von Mineralstoffen, darunter auch Magnesium, hauptsächlich über den Schweiß. Je intensiver die Aktivität, desto mehr Magnesium wird ausgeschieden. Während körperlicher Anstrengung steigt zudem der Energiebedarf der Muskeln. Diese Energie liegt in den Zellen in Form von ATP (Adenosintriphosphat) vor, das für aktiv zu werden, an ein Magnesiumion gebunden werden muss. Dies führt zu einem höheren Verbrauch von Magnesium.
Stress
Unter Stress schüttet der Körper Hormone wie Adrenalin und Cortisol aus, die die Ausscheidung von Magnesium erhöhen. Diese Reaktion des Körpers kann die Magnesiumverfügbarkeit verringern. Besonders bei längerem Stress kann dies zu einem erheblichen Magnesiummangel führen.
Wenn die Magnesiumwerte stark absinken, äußert sich dies durch Müdigkeit, Erschöpfung und Anspannung. Niedrige Magnesiumwerte erhöhen zudem die Anfälligkeit des Körpers für Stress und können so einen Teufelskreis auslösen.
Schwangerschaft und Stillzeit
Während Schwangerschaft und Stillzeit kann selbst bei ausgewogener Ernährung die aufgenommene Magnesiummenge nicht ausreichen. Der Bedarf steigt in dieser Lebensphase auf bis zu 450 mg pro Tag.
Zudem können Übelkeit und Erbrechen im ersten Trimester zu erhöhtem Magnesiumverlust führen.
Erkrankungen
Störungen der Nährstoffaufnahme können einen Magnesiummangel verursachen. Zu diesen Krankheiten gehören Morbus Crohn oder Zöliakie.
Auch erhöhte Ausscheidungen durch Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus, Hyperthyreose oder andere gastrointestinale Erkrankungen können zu Magnesiummangel führen.